Behandlungsorte 

    

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Palliative Tumortherapie mit Mistelextrakt


Misteln auf einem Apfelbaum Photo: L.Lobsiger

Misteln sind halbschmarotzende, immergrüne Pflanzen, die auf verschiedenen Wirts-bäumen (v.a. auf Apfelbäumen, Tannen, Eichen) wachsen. Die Äste sind gabelig verzweigt und geben dem Strauch ein kugeliges Aussehen. Die weissen,  gelblichen oder roten Beeren mit den darin enthaltenen Samen werden im Winter von Vögeln gerne gefressen und via Kot oder durch das Abstreifen von klebrigen Beerenresten am Schnabel an Ästen auf andere Bäume weiterverbreitet.

Mistelstrauch mit zahlreichen weissen Beeren. Photo: L.Lobsiger

Tumore sind auch bei Haustieren eine häufige Erkrankung. Je nach Typ und Sitz des Tumors werden Therapieansätze unterschiedlich angegangen. In der Regel werden die Tumoren chirurgisch entfernt. Bei bösartigen Tumoren, welche lokal infiltrativ wachsen und das benachbarte Gewebe beeinträchtigen oder Metastasen bilden können, wird zusätzlich zur Chirurgie häufig eine Chemo-therapie oder Bestrahlung eingesetzt.


Als gute palliative (unterstützende) Therapieoption auf pflanzlicher Basis wird die Anwendung von Mistelextrakten, ergänzend oder als Alleintherapie eingesetzt.

Bei schlechter Prognose (und noch gutem Allgemeinzustand), bei schlecht operablen Tumoren oder bei alten Hunden ist die Misteltherapie eine sinnvolle Alternative. Nicht alle Hundebesitzer wünschen sich für ihren Hund eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung.


Mistelbeeren Photo: L.Lobsiger

In der Humanmedizin werden durch den Einsatz standardisierter Mistelextrakte gemäss Therapieprotokoll die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie reduziert und somit wird eine deutliche Steigerung der Lebensqualität bewirkt. Im Standardprotokoll werden die Mistelpräparate 3x pro Woche subkutan injiziert.

Die Mistel zeigt durch ihre verschiedenen biologischen Inhaltsstoffe (u.a. Mistellektine und Viscotoxine) nachweislich zytotoxische, antitumorale Effekte und führt zu verstärkter Immunabwehr durch Aktivierung der Monozyten- und Makrophagentätigkeit. Das Immun-system wird aktiviert und das Tumor-wachstum gehemmt, Rezidiven und Metastasen werden unterbunden oder zurückgedrängt.

Analog zur Therapie beim Menschen wird Iscador© bei Mammatumoren bei Hund und Katze und bei Fibrosarkomen bei der Katze angewendet. Ermutigende Resultate ergeben auch Anwendungen bei anderen Tumoren, wie etwa bei Mastzelltumoren oder bei Melanomen. 

Auch die therapeutische oder rezidivprophylaktische Behandlung der Equinen Sakoide beim Pferd wurde bereits mit einigem Erfolg angewendet.